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HIV-Beratung: wichtig für die Prävention und im Infektionsfall

Einer fundierten HIV-Beratung kommt nicht nur im Infektionsfall hohe Bedeutung zu. Obwohl die HIV-Infektion heute behandelbar ist und es nicht mehr zwingend zur Ausbildung des Stadiums AIDS kommt, ist HIV auch heute noch nicht heilbar. Das Virus kann sich viele Jahre in Körperzellen verstecken und dort ruhen, bis es beispielsweise bei einer Vernachlässigung der Therapie wieder aktiv wird.

Auch existiert zurzeit noch keine Impfung gegen HIV. HIV-Beratungen sind deshalb auch präventiv ausgerichtet und informieren die Allgemeinheit über entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor einer HIV-Infektion. Schließlich finden Betroffene nach einer Infektion bei den Beratungsstellen Hilfe und Unterstützung für den Umgang mit der Erkrankung. AIDS-Hilfen und HIV-Beratungsstellen helfen auch dabei, Vorurteile gegen HIV-Infizierte abzubauen.

HIV-Beratung – was kann sie leisten?

HIV-Beratungsstellen sind in erster Linie Anlaufstellen für Betroffene, zum Beispiel, wenn diese gerade ein positives Testergebnis erhalten haben. Aber auch, wer sich allgemein über HIV und AIDS informieren will, etwa weil er zu einer besonderen Risikogruppe zählt, findet bei der HIV-Beratung kompetente Ansprechpartner. Auch wenn es um die HIV-Therapie und ärztliche Experten für HIV geht, ist die nächstgelegene HIV-Beratung Ihre erste Adresse, weil dort alle Informationen gebündelt vorliegen.

HIV- und AIDS-Beratung – entsprechen sie sich?

HIV und AIDS-Beratung sind prinzipiell nicht voneinander zu trennen. Das, was medizinisch als AIDS bezeichnet wird und für den englischen Ausdruck Acquired Immune Deficiency Syndrome steht, ist die Spätfolge einer unbehandelten HIV-Infektion. Wird eine HIV-Infektion nicht oder nicht rechtzeitig behandelt, wird das Immunsystem des Betroffenen durch HIV meist so weit geschwächt, dass sich sogenannte opportunistische Erreger ausbreiten können. Es kann zu schweren Infektionen und zur Ausbildung von Tumoren mit einer Vielzahl eigener Symptome sowie Krankheitsbilder kommen. Eine Beratung zu HIV umfasst deshalb auch immer entsprechende Informationen zu AIDS. Man zielt heute darauf ab, durch frühzeitigen, konsequenten Einsatz von antiviralen Medikamenten die Ausbildung von AIDS zu verhindern. Das gelingt ebenfalls nur mit fundiertem Wissen zu HIV und AIDS.

HIV-Beratung und HIV-Therapie

Die Behandlungsmöglichkeiten nach einer HIV-Infektion sind ebenfalls Gegenstand entsprechender Beratungen zu HIV. Es stehen HIV-Infizierten heute antiretrovirale Arzneimittel zur Verfügung, die die Virenlast von HIV reduzieren und bei richtiger Anwendung den Ausbruch von AIDS unterbinden können. Insoweit können HIV-Infizierte heute fast die Lebenserwartung von Gesunden erreichen, wenn die Infektion frühzeitig festgestellt und sofort mit der Arzneimitteltherapie begonnen wird. Inzwischen ist die Behandlung von HIV mit Arzneimitteln auch keine Kostenfrage mehr, da kostengünstigere HIV-Generika zur Verfügung stehen. Einer konsequenten HIV-Therapie kommt auch in Bezug auf die Gesundheit der Allgemeinheit höchste Bedeutung zu, da ihr Einsatz die Ansteckungsgefahr für weitere Personen verringert. In der Regel gelingt es mit antiviralen Mitteln die Virenlast im Blut von Betroffenen unter die Nachweisgrenze zu drücken. Das heißt zwar nicht, dass der Infizierte von HIV geheilt ist, allerdings kann dadurch das HI-Virus nicht mehr übertragen werden.

Im HIV-Verdachtsfall schnell kompetente Unterstützung suchen

Obwohl entsprechende Informationen zu HIV und AIDS heute über eine Vielzahl von Medien zur Verfügung stehen, wird die Infektion noch immer unterschätzt. Nach Schätzungen von Experten wissen etwa 12.000 Menschen in Deutschland nicht, dass sie HIV-infiziert sind. Viele Diagnosen für eine HIV-Infektion werden erst mehrere Jahre nach der Erstinfektion gestellt. Es ist jedoch von größter Bedeutung, dass eine bestehende HIV-Infektion möglichst frühzeitig erkannt wird. Das gelingt nur, wenn entsprechende Informationen über HIV-Symptome vorliegen und die Bereitschaft gegeben ist, sich unter bestimmten Lebensumständen oder nach eventuell risikobehafteten Vorkommnissen auf eine mögliche Infektion mit HIV testen zu lassen. Im Endeffekt gibt nur das Testergebnis Aufschluss darüber, ob eine HIV-Infektion vorliegt oder nicht. In vielen Fällen verläuft die Erstinfektion selbst symptomfrei. Die Infektion durchläuft außerdem eine jahrelange Latenzphase, in der ebenfalls kaum Symptome auftreten. Während dieser Zeit lässt sich die Infektion nur durch Veränderungen im Blutbild und den Nachweis entsprechender Antikörper feststellen. Auch hier leistet eine kompetente HIV-Beratung viel, wenn sie etwa im Verdachtsfall Betroffene ermutigt, einen entsprechenden HIV-Test durchführen zu lassen. Der zeitliche Aspekt spielt im Falle einer möglichen HIV-Infektion immer eine große Rolle, da der Betroffene in Unkenntnis seiner Infektion das Virus an weitere, bisher gesunde Personen weitergeben und diese infizieren kann. Auch wenn der Betroffene Kenntnis von seiner Infektion erlangt hat, sollte er schnell weitere Informationen zum Umgang mit HIV einholen, um sich und andere vor weiteren Folgen zu schützen. Die Diagnose AIDS muss heute nicht mehr sein, wenn rechtzeitig therapiert wird.

Keine Angst vor der HIV-Beratung

Anfang der 80er Jahre nach Entdeckung des HI-Virus standen noch keine antiviralen Mittel zur Behandlung von HIV zur Verfügung. Ein positiver HIV-Test glich der Diagnose einer finalen Erkrankung, weil die Lebenszeit der Betroffenen durch Ausbildung von AIDS erheblich verkürzt war. Die Ärzte waren in dieser Zeit lediglich in der Lage, die Symptome der manifestierten AIDS-Erkrankung zu lindern. Dies ging einher mit der Ausgrenzung und Stigmatisierung von HIV-Infizierten in der Öffentlichkeit. Mit den heutigen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten hat sich die Situation grundlegend verändert, bei konsequenter Behandlung kann eine annähernd normale Lebenserwartung erreicht werden. Qualifizierte HIV-Beratungen tragen deshalb auch dazu bei, die noch bestehenden Vorurteile gegen HIV weiter abzubauen. Niemand muss heute mehr Angst haben, eine HIV- oder AIDS-Beratung in Anspruch zu nehmen. Im Gegenteil, im Infektionsfall erleichtert die Unterstützung durch die Beratungsstelle den Umgang mit der eigenen Erkrankung erheblich. Der Betroffene findet dort auch entsprechende Adressen zu ärztlichen HIV-Schwerpunktpraxen und vielfach auch Beistand von anderen Betroffenen im Erfahrungsaustausch.

Erste Informationen zu HIV und HIV-Therapie online finden

Wer sich für HIV und die entsprechenden therapeutischen Möglichkeiten interessiert, findet bereits online fundierte Hinweise und Tipps. Außerdem stehen im Internet die Adressen von HIV-Beratungsstellen und der AIDS-Hilfen in nächster Nähe zum eigenen Wohnort zur Verfügung. Das Internet bietet ebenfalls zahlreiche Informationen zu HIV-Arzneimitteln und HIV-Generika an. Wenn Sie sich also einen ersten Überblick zu HIV und AIDS sowie zur HIV-Beratung verschaffen möchten, finden Sie dieses Wissen online bei uns und auf zahlreichen weiteren Seiten.

Wissen über HIV-Arzneimittel

Einer konsequenten HIV-Therapie kommt in der Bekämpfung von HIV eine Schlüsselrolle zu. Betroffene sollten sich bei spezialisierten Ärzten in HIV-Schwerpunktpraxen oder Klinikambulanzen sowie bei Apothekern und bei Beratungsstellen entsprechende Informationen zur Medikation und weiteren Behandlungsmöglichkeiten verschaffen. Das Wissen um die Wirkung der HIV-Medikamente, mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erleichtert Betroffenen auch die Disziplin bei der regelmäßigen Einnahme der Medikamente. Diese stehen heute nicht zuletzt durch HIV-Generika auch in Bezug auf den Kostenaspekt für jeden HIV-Infizierten zur Verfügung.

Sie möchten mehr zu einer fundierten HIV-Beratung wissen oder interessieren sich für HIV-Arzneimittel und HIV-Generika? Wir beraten und informieren Sie gern. Kontaktieren Sie uns.

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