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Stadium AIDS - Symptome der Infektion

Der Zusammenhang zwischen der HIV-Infektion und AIDS wird vielfach nicht oder falsch verstanden und HIV mit AIDS gleichgesetzt. Während AIDS als englischsprachige Abkürzung für Acquired Immune Deficiency Syndrome und erworbene Immunschwäche im Deutschen steht, und damit das klinisch ausgebildete Krankheitsbild am Ende einer HIV-Infektion beschreibt, ist HIV einfach die Bezeichnung für das Virus (Humanes Immundefizienz-Virus), das diese Immunschwäche herbeiführt. Unbehandelt gelingt es HIV fast immer – manchmal erst nach Jahren – das Immunsystem im menschlichen Organismus zu zerstören und so opportunistischen Krankheitserregern eine entsprechende Verbreitungsmöglichkeit zu bieten. Erst dann spricht man von AIDS. Eine HIV-Infektion ist oft heimtückisch, weil sie – abgesehen von möglichen grippeähnlichen Symptomen kurz nach der Erstinfektion – zunächst jahrelang annähernd symptomfrei verlaufen kann. Symptome einer HIV-Infektion treten meist als Folge einer Schwächung des Immunsystems auf. Man zielt heute in der modernen HIV-Therapie allerdings darauf ab, die Ausbildung von AIDS mit antiviralen Mitteln zu verhindern.

Der HIV-Verlauf: Abfall von CD4-Zellen während der HIV-Infektion und ihr Nachweis

Nicht bei allen Betroffenen treten kurz nach der Erstinfektion mit HIV grippeähnliche Symptome auf. Wenn HIV in den menschlichen Organismus eindringt, produziert das menschliche Immunsystem zur Abwehr der Viren Antikörper. Diese Immunreaktion kann, muss aber nicht, bestimmte Symptome hervorrufen. HIV dockt nur an bestimmten Zellen im menschlichen Immunsystem an, die es anhand von bestimmten Proteinen auf der Zelloberfläche erkennt. Es handelt sich dabei vor allem um sogenannte CD4-Zellen, oder auch CD4-Lymphozyten bzw. Helferzellen genannt. Mit der weiteren Vermehrung von HI-Viren in den Helferzellen gehen diese zugrunde und ihre Zahl verringert sich drastisch. Zusammen mit der sogenannten Viruslast bildet die Anzahl der CD4-Zellen im Blut eines mit HIV-infizierten Menschen eine der entscheidenden Kenngrößen für das Fortschreiten der HIV-Infektion. Eine Infektion mit HIV kann darüber hinaus zu weiteren Veränderungen des Blutbildes führen, die über längere Zeit die einzigen stillen Symptome sind.

Symptome einer HIV-Infektion – warum HIV nicht mehr gleich AIDS ist

Nicht jeder, der mit HIV infiziert ist, erkrankt an AIDS. Heute ermöglichen es antivirale Arzneimittel, unter anderem auch preisgünstigere HIV-Generika, HI-Viren an der Ausbreitung zu hindern und damit das vollklinische Krankheitsbild AIDS mit entsprechenden Sekundärerkrankungen gar nicht erst zuzulassen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung mit antiviralen Mitteln ist dabei in erster Linie, dass die HIV-Infektion möglichst frühzeitig nach der Erstinfektion festgestellt wird. Außerdem muss die Behandlung mit den entsprechenden Arzneimitteln konsequent und dauerhaft lebenslang durchgeführt werden.

Der HIV-Verlauf/die AIDS-Erkrankung werden in folgende Stadien eingeteilt:

Primärinfektion mit HIV

In dieser ersten Phase treten als Symptome der HIV-Infektion bei manchen Betroffenen ca. 3 Wochen nach der Infektion akute Beschwerden auf.

Diese Beschwerden können sein:

  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Hautausschlag mit Bläschen- oder Pustelbildung
  • Nachtschweiß
  • Lymphknotenschwellung im Bereich von Hals oder Leiste

Die Symptome können grippeähnlich verlaufen und nach 2 bis 4 Wochen wieder abklingen. In vielen Fällen verläuft die Primärinfektion auch völlig symptomfrei. Dadurch bleibt die Infektion oft unerkannt.

HIV ist latent – keine Symptome der HIV-Infektion

In diesem Stadium der HIV-Infektion besteht ein Gleichgewicht zwischen HIV und der Abwehr des menschlichen Immunsystems. Vielfach bemerken Betroffene deshalb nicht, dass sie mit HIV infiziert sind, wenn sie sich nicht testen lassen. Es sind in dieser Phase allerdings bereits Veränderungen im Blutbild nachzuweisen.

Symptome nach der Latenzphase

Nach der Latenzphase, die unbehandelt gut 5-10 Jahre anhalten kann, treten bei vielen Betroffenen erste Symptome auf, die allerdings noch nicht dem eigentlichen Krankheitsbild AIDS entsprechen und nicht lebensbedrohlich sind. Nachtschweiß, Fieberschübe, Pilzerkrankungen, Durchfälle und Veränderungen der Haut bilden relativ unauffällige Symptome ab, die auch im Kontext anderer Erkrankungen auftreten können. Alles bleibt sehr unspezifisch.

AIDS-Erkrankung

Ein Großteil der HIV-Patienten, die heute noch an AIDS erkranken, wissen nicht um ihre HIV-Infektion. Unbehandelt kommt es im Verlauf der HIV-Infektion durch die zunehmende Schwächung des Immunsystems in der Regel zur vollen Ausbildung des Krankheitsstadiums AIDS. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Krankheitserscheinungen durch bestimmte AIDS-definierende opportunistische Infektionen wie der Pneumocystis Pneumonie, einer bestimmten Form der Lungenentzündung, dem Kaposi-Sarkom, ein Tumor, der vor allem Haut und Schleimhäute befällt, schweren Herpesinfektionen, Tuberkulose und einigen weiteren Krankheitsbildern. Gleichzeitig fällt häufig die Anzahl der Helferzellen auf unter 200 pro Mikroliter ab. Dies ist oft ein lebensbedrohlicher Zustand. Früher betrug die Überlebenszeit nach der Diagnose AIDS oft nur 3 Jahre. Heute ermöglicht die moderne Medizin oft eine Überlebenszeit von mehr als 10 Jahren. Durch eine frühzeitige Diagnose und konsequente HIV-Therapie muss es aber nicht so weit kommen.

Symptome einer HIV-Infektion erkennen und rechtzeitig behandeln

Ob die HIV-Infektion rechtzeitig erkannt und mit antiviralen Mitteln bekämpft wird, hängt einerseits davon ab, dass der Patient, sein Umfeld oder der Hausarzt bei auftretenden Symptomen den Verdacht auf eine HIV-Infektion haben und auf HIV testen und andererseits davon, dass Menschen mit einem sexuellen Risikoverhalten sich regelmäßig auf HIV testen lassen. Eine konsequente frühzeitige antivirale Therapie führt häufig dazu, dass sich das Krankheitsbild AIDS nicht mehr ausbilden kann. Die Lebenserwartung und Prognose für die Betroffenen kann sich in vielen Fällen bei konsequenter Weiterbehandlung denen von gesunden Menschen annähern. Allerdings verlaufen HIV-Infektionen vielfach recht individuell. Das betrifft sowohl die Symptome einer HIV-Infektion, den Verlauf als auch die späteren Symptome im Zusammenhang mit dem Stadium AIDS. Deshalb ist sowohl der Verlauf einer HIV-Infektion als auch das Auftreten von AIDS- individuell nicht vorhersehbar, vor allem wenn HIV erst Jahre nach der Infektion nachgewiesen wird.

Die HIV-Infektion und ihr Verlauf bei antiviraler Therapie

Bei rechtzeitiger Behandlung mit modernen antiviralen HIV-Mitteln, die heute auch als preisgünstige Generika für HIV-Infizierte zur Verfügung stehen, kann in der Regel der Ausbruch von AIDS verhindert werden. Die HIV-Infektion und ihr Verlauf werden dadurch stark abgemildert, weil das Immunsystem des Betroffenen weitestgehend funktionsfähig bleibt. Eine AIDS-Erkankung im eigentlichen Sinne tritt nicht mehr auf, und es kommt nicht zu den schweren und lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen.

Der AIDS-Verlauf – AIDS muss nicht mehr sein

Bei der Therapie von HIV und dem Verlauf einer HIV Infektion geht es in erster Linie darum, HIV möglichst kurze Zeit nach der Infektion zu diagnostizieren und mit antiviralen Mitteln zu behandeln und somit die Ausbildung des Stadiums AIDS zu verhindern.

In den ersten Jahrzehnten nach der Entdeckung von HIV mussten sich behandelnde Ärzte damit begnügen, die Symptome und Krankheitserscheinungen im Zusammenhang mit der HIV-Infektion und den damit verbundenen opportunistischen Erkrankungen zu behandeln. Die meisten der Menschen, die damals mit HIV infiziert waren, entwickelten das Vollbild AIDS und erreichten nicht ihre normale Lebenserwartung. Mit der Entwicklung einer modernen, hoch aktiven antiviralen HIV-Therapie (auf Englisch HAART – high active antiretroviral therapy), die in der Regel aus einer Kombination von drei verschiedenen Wirkstoffen besteht, gelingt es heute zunehmend besser, das Fortschreiten zum Vollbild AIDS zu verhindern. Bei rechtzeitiger Entdeckung der HIV-Infektion und konsequenter Behandlung muss AIDS heute nicht mehr sein. Auch verkürzt eine HIV-Infektion nicht mehr automatisch das Leben Betroffener.

Wir informieren Sie gern über die Möglichkeiten der Therapie mit modernen HIV-Generika und beantworten Ihnen weitere Fragen zur HIV-Infektion. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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