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AIDS-Erkrankung – was bedeutet der Begriff AIDS?

AIDS steht als Abkürzung in der englischen Sprache für Acquired Immune Deficiency Syndrome. In das Deutsche übersetzt wird von einem „erworbenen Immunschwächesyndrom“ gesprochen. Als Syndrom definiert man in der Medizin eine Vielzahl komplexer Symptome, die auf eine Ursache oder einen Ursachenkomplex zurückgehen und vielfach gemeinsam auftreten. Im Falle von AIDS sind die Symptome primär auf eine Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus zurückzuführen, in seiner kurzen Form als HI-Virus oder nur HIV bezeichnet.

Was bedeutet AIDS: ein Definitionsversuch

Wenn man das Krankheitsstadium AIDS beschreibt, meint man insbesondere eine Gruppe verschiedener Krankheitserscheinungen, die im Spätstadium der HIV-Infektion in Form von typischen opportunistischen Infektionen sowie Tumoren auftreten können. Sie sind die Folge der durch HIV ausgelösten fortschreitenden Immunschwäche im menschlichen Organismus und werden auch als AIDS-definierende Erkrankungen bezeichnet. Sie gehen im engeren Sinne auf Krankheitserreger zurück, die die Schwäche des Immunsystems für ihre Verbreitung nutzen, die ein gesunder Organismus normalerweise abwehren könnte.

Die HIV-Therapie und die AIDS-Therapie stellen Mediziner auch deshalb vor besondere Herausforderungen, weil sich Symptome in den verschiedenen Erkrankungsstadien nicht bei allen Menschen gleichen, beziehungsweise in der gleichen Intensität zeigen.

Es ist charakteristisch für die HIV-Infektion, dass sie bei Betroffenen einen individuellen Verlauf nehmen kann. Das gilt für alle Erkrankungsstadien gleichermaßen. Auch die Ausprägung des Vollbildes AIDS ist komplexer Natur und individuell. Einerseits spielen der genaue Virusstamm und mögliche erworbene Wirkstoffresistenzen sowie die Therapietreue des Patienten eine Rolle, andererseits reagiert das komplexe Immunsystem jedes Menschen individuell unterschiedlich.

Krankheitsstadium AIDS - Schwächung des Immunsystems durch Abfall der Helferzellen sichtbar

Die Symptome von AIDS im engeren Sinne in Form der opportunistischen Infektionen und tumorösen Krankheitsbilder zeigen sich, wenn die Infektion nicht mit antiviralen Arzneimitteln behandelt worden ist. Infolgedessen hat das Virus das Immunsystem des Betroffenen angegriffen und über längere Zeit geschwächt. Die Anzahl der CD4-Zellen ist auf einen Wert von weniger als 200/µl Blut abgefallen. Die CD4-Zellen sind Zellen im menschlichen Immunsystem, die ein bestimmtes Protein auf ihrer Oberfläche als Rezeptor tragen. Solche Rezeptoren befinden sich zum Beispiel auf der Oberfläche von T-Helferzellen und Makrophagen. Nach einer Infektion mit HIV verringert sich die Anzahl der Helferzellen im Blut.

Neben der sogenannten Viruslast ist deshalb die Anzahl der CD4-Zellen im Blut eine maßgebliche Messgröße für das Fortschreiten einer HIV-Infektion und der Ausbildung des Vollbilds AIDS im klinischen Sinne.

Krankeitsstadium AIDS – Die Erkrankungsstadien der HIV-Infektion/AIDS

Allgemein werden im Kontext der HIV-Infektion und der AIDS-Erkrankung folgende Phasen unterschieden:

1. Die akute Infektion mit HIV

Während dieses sogenannten Primärstadiums kann es zu Symptomen kommen, die einer Grippe ähneln. Unter Umständen treten allerdings auch keine Symptome in Erscheinung. Das Immunsystem produziert in diesem Stadium Antikörper, die sich in der Regel 3-6 Wochen, spätestens 12 Wochen nach der Ansteckung nachweisen lassen.

2. Latenzphase: symptomfreies Stadium

Während dieser Phase besteht eine Art Gleichgewichtszustand zwischen der Vermehrung des Virus und seiner Abwehr. Werden jetzt keine antiviralen Arzneimittel eingesetzt, kann die Latenzphase etwa 5-10 Jahre relativ stabil anhalten.

In den meisten Fällen verläuft dieses Stadium ohne entsprechende Testung auf das HI-Virus für die Betroffenen unbemerkt, wobei erste Veränderungen bei den Blutwerten auftreten können.

3. Erkrankungsphase mit Symptomen

Nach der Latenzphase tritt die HIV-Infektion in eine weitere Phase ein, in der sich Infektionskrankheiten verstärkt bemerkbar machen können, ohne dass diese lebensbedrohlich sind. Die Infektionen zeigen den bereits deutlich geschwächten Zustand des Immunsystems auf. Typisch sind beispielsweise Fieberschübe, geschwollene Lymphknoten, Nachtschweiß, Veränderungen an der Haut, chronifizierte Durchfälle und Pilzerkrankungen. Die Infektionen weisen regelmäßig noch nicht in charakteristischer Form auf eine HIV-Infektion hin.

4. Ausbildung des Stadiums AIDS

In der vierten Phase bildet sich unbehandelt AIDS mit opportunistischen Infektionen und Tumoren vollständig aus. Typische opportunistische Infektionen in diesem Kontext sind verschiedene Krankheitsbilder, die auf weit verbreitete Erreger zurückgehen, die für gesunde Menschen nicht wirklich bedrohlich, bei Immunschwäche aber lebensgefährlich werden können.

  • Das sogenannte Kaposi-Sarkom (KS), bei dem vor allem Haut und Schleimhäute von Tumoren befallen werden, tritt oft auf.
  • Häufig ist auch eine bestimmte Form der Lungenentzündung, die sogenannte Pneumocystis-Pneumonie (PCP).
  • Ebenfalls weit verbreitet ist in dieser Phase eine Infektion mit bestimmten Parasiten wie dem intrazellulärem Toxosplasma gondii.
  • Auch die Tuberkulose – verursacht durch das Mykobakterium tuberkulosis – befällt häufig die Lungen und Lymphknoten von Patienten im Stadium AIDS.
  • Schwere Infektionen mit Vertretern der Herpes-Viren-Familie sind ebenfalls bei AIDS verbreitet.

Symptome im Stadium AIDS und ihre Behandlung

Im Stadium AIDS hat man es mit einer Vielzahl von opportunistischen Infektionen zu tun, die ihrerseits unterschiedlichste Krankheitsbilder ausbilden. Dementsprechend komplex ist die Behandlung einer AIDS-Erkrankung, die sich nach einer unbehandelten oder zu spät entdeckten Infektion mit dem HI-Virus vollständig ausprägen und das Immunsystem des Betroffenen am Ende fast vollständig zerstören kann.

Ursachen von AIDS

Wenn man von den Ursachen von AIDS spricht, meint man in erster Linie die Infektion mit HIV. Erfasst sind dabei aber auch die vielfältigen Veränderungen, die das Virus im menschlichen Organismus und hier speziell im Immunsystem der infizierten Menschen auslösen und die die eigentlichen Symptome von AIDS begründen, weil sich viele andere Erreger ungehemmt ausbreiten können.

Bei der Ausbildung von AIDS liegt oft eine sehr späte Diagnosestellung zugrunde. Von der Erstinfektion bis zur Diagnose HIV vergehen zum Teil bis zu 10 Jahre. In dieser Zeit wird das Immunsystem zunehmend geschwächt. Laut WHO werden die sogenannten late presenter (spät Diagnostizierte) über eine niedrige CD4-Zellzahl unter 350 Zellen/µl definiert.

Aufgrund der relativ langen Latenzphase und der unterschiedlichen Wirkung von HIV auf das Immunsystem bei jedem Erkrankten, handelt es sich bei AIDS um ein komplexes Krankheitsbild, das auf verschiedene Einzelfaktoren zurückgeht. Die Ursachen von AIDS sind nicht allein in der HIV-Infektion zu sehen, sondern auch in den opportunistischen Infektionen mit verschiedenen Krankheitserregern. Dementsprechend vielfältig sind die Symptome von AIDS.

HIV-Therapie und AIDS

Bei der HIV-Therapie geht es in erster Linie darum, das HI-Virus möglichst kurze Zeit nach der Primärinfektion zu entdecken und langfristig mit antiviralen Mitteln zu bekämpfen und somit die Ausbildung von AIDS zu verhindern. Man kann den Begriff AIDS-Therapie als Oberbegriff bei der Bekämpfung von HIV begreifen.

Die AIDS-Therapie im engeren Sinne bezeichnet aber auch die Behandlung von diversen opportunistischen Infektionen, die sich durch die andauernde Schwächung des Immunsystems ausbilden können.

In der HIV-Therapie stehen heute eine Vielzahl wirksamer antiviraler Arzneimittel auch bereits als kostengünstige HIV-Generika zur Verfügung. Mit ihnen gelingt es vielfach, die klinische Ausbildung von AIDS zu verhindern, wenn die Infektion mit HIV rechtzeitig festgestellt wird. Vielfach muss es so zu einer AIDS-Therapie im eigentlichen Sinne nicht mehr kommen.

MERKE
Wichtig sind jedoch vor allem eine frühzeitige Diagnose der HIV-Infektion sowie ein rascher Beginn und eine konsequente Durchführung einer antiviralen Therapie. Hierdurch kann ein Ausbruch des Vollbildes AIDS im Idealfall dauerhaft verhindert werden.

Moderne Original-Arzneimittel sowie auch preisgünstigere HIV-Generika verbessern die Lebenszeit sowie Prognose von Patienten mit einer HIV-Infektion erheblich. Wird die Infektion rechtzeitig entdeckt, können Patienten mit HIV bei lebenslanger Anwendung der antiviralen Arzneimitteltherapie im Idealfall eine fast normale Lebenserwartung erreichen.

Lassen Sie sich von uns gerne zu den Behandlungsmöglichkeiten mit HIV-Generika informieren. Selbstverständlich stehen wir auch für sämtliche andere Fragen rund um die Themen HIV und AIDS zur Verfügung.

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