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Therapieziel

Das Ziel der antiretroviralen Therapie (ART) besteht in erster Linie darin, die Vermehrung des HI-Virus um mehr als 99,9% zu hemmen. Damit sinkt die Belastung des Körpers erheblich, das Immunsystem wird gestärkt und beruhigt, so dass sich infektionsbedingte Symptome bilden und das Voranschreiten der Erkrankung gemindert wird. In der Folge wird das Immunsystem wieder abwehrfähig und die chronische Immunüberaktivierung mit ihren resultierenden Entzündungsprozessen wird reduziert. (Quelle: Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-Infektion, 12/2015)

Ziel ist es, durch Kombinationstherapien die Viruslast dauerhaft (auf unter 50 RNA-Kopien/ml) zu senken, Resistenzentwicklungen zu vermeiden und dadurch Therapieversagen nachhaltig zu verhindern. Zusätzlich reduziert eine optimale Langzeitviruskontrolle das Risiko einer Infektionsübertragung auf HIV-negative Menschen. Dabei ist die zuverlässige Einnahme der Medikation ein wesentlicher Beitrag für den Therapieerfolg. Therapieunterbrechungen führen zu neuer Virusaktivität und damit zu neuer Belastung. Die Auswahl der Medikamentenkombinationen soll sich an der Lebenssituation, den Koinfektionen und den Begleiterkrankungen der Patienten sowie dem Nebenwirkungsprofil der Medikamente orientieren.

Therapieziele

Abb.: Ziele für die antiretrovirale HIV-Therapie. (Abgewandelt nach Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-Infektion, 12/2015)

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